Bericht über unsere Leierfische.
Pterosynchiropus picturatus LSD Mandarinfisch
Pterosynchiropus
splendidus Mandarinfisch Leierfisch
Synchiropus marmoratus
Roter Spinnenfisch
Wer diese Fische einmal gesehen hat, wird und kann wohl sicher nur begeistert sein, wir wollte diese wunderhübschen Tiere auch in unserem Aquarium haben. Folgendes war vorab über diese Fische zu erfahren: Sie sollen nicht ganz Anspruchslos sein und erst in ein "älteres gut eingefahrenes" Becken eingesetzt werden, da sie Nahrungsspezialisten wären, sich von der Mikrofauna des Aquarium ernähren und somit keine Anfängertiere wären. 2 Männchen wäre für eines tödlich, Paarhaltung ist möglich. Man sollte S. splendidus und S. picturatus nicht vergesellschaften – das geht meist schief! Der LSD setzt sich nach Erfahrung, anderer Aquarianer, durch und wird den anderen Mandarin nicht mehr in Ruhe lassen.
Klingt alles nicht so toll und deutet auf Schwierigkeiten hin. Unser damaliges 112 Liter Becken stand seit etwa 10 Monaten und es kam das Pärchen Roter Spinnenfisch zu uns. Zu Anfang gingen sie nicht an "Ersatzfutter", sie lehnten das Trockenfutter und Frostfutter ab, allerdings waren sie neugierig und probierten hier und da. Als dann eine Mischung Cyclop-eeze und entkapselten Artemiaeiern (Gemisch ca. 20min quellen lassen) ins Spiel kam änderten sie ihre Meinung und sind bis heute ganz wild drauf. Sie sind ja mit ins neue größere Becken umgezogen, keine Probleme, hier gibt es allerdings noch keine Mikrofauna, sie ziehen durch Becken und finden kaum was zum "aufpicken". Doch selbst Frostfutter (Artemia, Mysis) nehmen sie ohne weiteres, sie haben sogar gelernt das sie etwas schneller sein müssen wie üblich, sonst schnappt es ihnen ein anderer Fisch weg. Auch in der neuen Umgebung tanzen sie jetzt im blauen Licht ihren abendlichen Balz oder Laichtanz, einfach nur toll anzuschauen.
Ende November 2008 (Standzeit 14 Monate) kamen dann auch die Pterosynchiropus ins Becken, hier waren die Hürden etwas höher. Beim LSD kauften wir ein Paar, doch wir mussten zweimal das jeweils vermeintliche Männchen beim Händler tauschen, dann hatten wir unser heutiges passende Paar. So hübsch und niedlich sie anzuschauen sind, sie bekämpfen sich mit allen Mitteln bis einer sterben würde. Diese Leierfische nahmen gleich von Anfang oben genannte Futtermischung und gingen sofort an Frostfutter.
Gleichzeitig zog ein Weibchen von
Pterosynchiropus splendidus
ins Aquarium, dieses hatte es sehr
schwer. Unser damaliger Sechsstreifenlippfisch attackierte sie teils mit
heftigen Rammstößen. Zwar wurde die Attacken immer weniger und waren nach ca 1
Woche bis auf kleine Schuppser verschwunden, aber sie musste schon ne Menge
einstecken und eine Woche kann dann ziemlich lang werden. Erstaunlich, auch hier
gab es von Beginn an keine Probleme mit Ersatzfutter.
Nach der überstandenen
Eingewöhnungsphase mit dem Sechsstreifenlippfisch gab's beim Händler dann ein
passendes Männchen und wieder fing der Lippfisch an zu attackieren, eine Woche
gab's wieder Ärger mit ihm. Die beiden Mandarin passten aber gleich sehr gut
zusammen. Seit sie mit ins große Becken umgezogen sind gibt es dort auch
abendlich Laich oder Balztänze bei blauem Licht.
Zur Verträglichkeit der Leierfische untereinander kann ich berichten das es keine größeren Problem gibt, die Roten Spinnenfische sind da total unauffällig, er droht immer mal mit seiner schönen großen Rückenflosse, das war's dann auch schon, sie bleibt unauffällig. Bei den Pterosynchiropus sieht es ein wenig anders aus, hier ist der splendidus derjenige der das Heft in der Hand hat, das Männchen verscheucht beide LSD wenn sie in seine Nähe kommen oder sich seine Wege mit ihren kreuzen. Er jagt ihnen nicht nach aber wenn sie schon mal in der Nähe sind dann droht er sofort, die LSD halten natürlich dagegen und dann werden sie verscheucht. Zum Glück ist das Riff groß genug und es gibt viel Platz zum Ausweichen. Fazit: hier steht der LSD im "Schatten" obwohl er gleichgroß wie der splendidus ist.
22.02.2009